Jüdische Gemeinde muss Wahlen wiederholen
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin muss neu wählen. Die Abstimmung für die Gemeindevertretung vom 4. Dezember 2011 sei für ungültig erklärt worden, sagte eine Sprecherin. Das habe der Schiedsausschuss nach mehreren Anfechtungen entschieden. Damit ist wieder offen, wer die Gemeindespitze in der Nachfolge von Lala Süsskind übernimmt, die aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Als Datum für die Neuwahl sei der 22. Januar 2012 im Gespräch.
Bei der Wahl zur Repräsentantenversammlung habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. So seien in einem Wahllokal mehr Stimmen abgegeben worden, als es registrierte Wähler gegeben habe. Wegen der geringen Wahlbeteiligung habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Wahl für ungültig zu erklären, sagte der Vorsitzende des Schiedsausschusses, Nathan Gelbart, der Zeitung „Jüdische Allgemeine".
Bei der Wahl hatten die früheren Vorsitzenden Alexander Brenner und Gideon Joffe die meisten Stimmen erhalten. Von den 9134 Berechtigten nahmen lediglich 27,03 Prozent an der Wahl teil.
Quelle: dpa/Berliner Morgenpost






